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Heidekraut

 

🌱Merkmale: 

Das Heidekraut gehört, wie es der Name schon verrät, zu den Heidekrautgewächsen (Ericaceae). Beheimatet ist es in ganz Europa und wächst auf trockenen Waldböden, Heiden und Hochmooren. Seine Blütezeit ist von Juli bis September. In dieser Zeit bringt es   weißliche bis violette Blüten hervor, die am Stengel nach oben hin gerollt sind.

 

In früheren Zeiten wurde das Kraut samt ihrer Wurzeln zum Decken von Hausdächern verwendet. Das durch harte, mühselige Arbeit ausgegrabene Stück Boden nannte sich Plagge. Wodurch später der Ausdruck „sich abplagen“ seinen Ursprung fand.

 

🌱traditionelle Anwendung: 

Bekannt ist das Heidekraut schon seit Dioskurides. Und auch Pfarrer Kneipp nutze seine Heilwirkung bei Rheuma und Gicht.

 

Das enthaltene Myricetin ist ein Flavonoid und für seine Harn anregende Wirkung bekannt, wodurch das Kraut bei Harnwegsinfekten und zur Blutreinigung eingesetzt werden kann.

Traditionell wurde sie bei Magen-Darm-Erkrankungen und bei rheumatischen Gelenkserkrankungen eingesetzt.

 

🌱Volksglaube:

Obwohl sie für Bienen eine gute Nektarquelle darstellt, ist sie für andere Pflanzen und Bäume schädlich. Ihre Wurzeln bilden einen undurchdringlichen Boden, der nährstoffarm und sauer ist. 

 

Die Heidegegenden waren aus diesem Grund nur dünn besiedelt, da ein Anbau von Nahrungsmitteln nicht möglich war.

Das Sinnbild des Heidekrauts steht deshalb für die Einsamkeit.

 

Das Wort „Calluna“ stammt aus dem griechischen „kallynein“ und bedeutet so viel wie, „schön machen, putzen, reinigen, ausfegen“, wodurch die deutsche Bezeichnung „Besenheide“ entstand.

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Die Vorschläge dienen der Information, ersetzen bei Beschwerden nicht den/die Heilpraktiker/in bzw. Arzt/ Ärztin.

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