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Dünndarm - Verdauung, Abwehr und Kommunikation

Wir befinden uns nun im Dünndarm, dem längsten Abschnitt unserer Verdauung. Der Dünndarm erhält vom Magen den vorverdauten Speisebrei. Die Bauchspeicheldrüse gibt zum Speisebrei ihre Verdauungsenzyme dazu für die weitere Aufspaltung der Nahrungsbestandteile.

Auch der Dünndarm enthält verschiedene Drüsen. Einige Drüsen sind dafür da den von den Magensäften sehr sauren Nahrungsbrei zu neutralisieren. Andere wiederum bilden Schleim, um die Darmwand zu schützen und um die Nahrung gut durch den Darm gleiten zu lassen.

Dünndarm - Hauptveranstaltungsort für die Verdauung 

Hier werden nun die Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette in kleinste Moleküle aufgespalten, um von der Darmschleimhaut aufgenommen und an die Blutgefäße abgegeben zu werden. Diese transportieren die lebenswichtigen Bestandteile zu den Zellen, wo sie benötigt werden.

Die Bewegungen und Verdauung des Dünndarms werden vom Vagus-Nerv gesteuert. Er ist ein parasympathischer Nerv und arbeitet am besten bei Ruhe und Entspannung. 

Eine weitere wichtige Aufgabe vom Dünndarm ist die Immunabwehr. Diese wird durch die sogenannten Peyer Plaques, also große lymphatische Ansammlungen, gesteuert. Sie befinden sich im gesamten Dünndarm.

Die Darm-Gehirn-Achse

 

Unser Darm ist ein hochsensibles und dicht vernetztes Organ. Ständig ist es im Austausch mit den einzelnen Botschaften, die vom Magen, der Bauchspeicheldrüse, aber auch vom Gehirn gesendet werden. So entsteht ein hochkomplexer Informationsaustausch, der die gesamte Verdauung von Hunger bis Sättigung beeinflusst.

 

Auch unsere Emotionen haben einen starken Einfluss auf unsere Verdauung. Und so ist es nicht verwunderlich, dass uns starke Gefühle schnell auf den „Magen“ und somit auf die Verdauung schlagen können. 

 

Aber auch umgekehrt kann unsere Emotion vom Darm gesteuert werden. Unser Darmsystem verfügt über einen großen Vorrat vom Glückshormon Serotonin, welches den Vagus-Nerv stimuliert und dieser die Informationen hoch zu unserem Gehirn sendet.

 

Die Frage, die sich mir stellt, ist: wie gut können wir unserem Bauchgefühl vertrauen? Und sollten wir es in unsere Entscheidungen mit einbeziehen?

Hier geht es weiter mit dem Dickdarm. Dem Bildungsort für unser Darmmikrobiom.

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